Religion, Kitt oder Keil? – Ringelpiez mit Anfassen unter Aufsicht des Innenminsters

Das Innenministerium lud am heutigen Tag zur Diskussion:

„Wie hältst du es mit der Religion? Kitt oder Keil unserer Gesellschaft?“

Mit viel Aufwand wurde für einige Stunde ein gesellschaftliches Gesprächsfenster geöffnet, das mehr als 150 Leipzig wahrgenommen haben. Auch die Rednerliste war ausreichend vielfältig. Für jede wichtige Religionsgemeinschaft in Deutschland war ein ernstzunehmender Vertreter geladen. Nach einer kleiner Einführung von Innenminister DeMaizière und eine kleinen Debatte zwischen Katholizismus, Protestantismus, Judentum, Islam und Atheismus ging es in „World-Café“ Gesprächsrunden. In Gruppen von ca. 8-10 Personen wurde unter Moderation einer von der Bundeszentrale für politischen Bildung geschulten Person über Religion im Alltag diskutiert.

Nett gemeintes Format ohne jegliche Relevanz. Die einzigen positiv kritischen Stimmen auf dem Podium wurden vom Publikum weggeklatscht. So hat ein Rentner  auf die Millardenkosten der Flüchtlingsintegration aufmerksam gemacht, die bereits in den letzten Jahren geflossen sind und in Zukunft noch fließen werden müssen. Ein anderer Herr, der Integrationsdienste in Deutschland anbietet, berichtete von seinen durchweg schlechten Erfahrungen mit Muslimen. Die Antwort der muslimischen Wissenschaftlerin Mohagheghi aus Paderborn: „Ihre schlechten Erfahrungen sind eine folge ihrer eigenen Ignoranz.“ Auch meint sie ist der Staat verantwortlich, islamische Gefährder zu identifizieren, nicht die muslimischen Gemeinden selber. Eigenverantwortung? Fehlanzeige! Die Opferkarte sticht zu gut.

Die Gesprächsrunde war ein nettes Beieinandersein ohne viel Relevanz. Fluchtursachen wurden nicht besprochen, die Haushaltslage Deutschlands und der fehlgeleitete Euro, die Währung in der jegliche Integration finanziert werden soll, auch nicht. Immerhin war die Moderatorin bemüht, die Aussagen der Redner und die Ergebnisse der drei Gesprächsrunden in konkrete Formen zu pressen. Doch nach einem unkonkreten Blabla und „Wir-haben-uns-doch-alle-lieb“ blieb weniger im Kopf als nach dem anschließendem Essen im Magen. Armes Deutschland. Armes Leipzig.

Auf dem Weg zu Toleranz? Wieviel Steuergeld ist geflossen?
Thomas DeMaizière – immerhin ein guter Redner
Von links nach rechts:
Moderation, Atheismus, Islam, Katholizismus, Protestantismus und Judentum
Reges Interesse. Gläube sind aber überrepräsentiert, nur ca. 15% konfessionslos.
Bertelsmann Stiftung verdient mit, durch Aufarbeitung von Statistiken.
Migrationsgrund Verjüngunskurs? Deutsche Gesellschaft ist alt. Migranten viel jünger. Frischfleisch für schlechte Jobs?

 

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